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Zehn interessante Fakten über Zähne

Sicher wissen Sie schon Vieles über Zahnwurzeln, Karies, Weisheitszähne und Co. Mit einigen Fakten helfen wir Ihnen, Ihr Wissen rund um Zähne aufzufrischen. Wussten Sie beispielsweise, dass Zahnschmelz keine Nerven enthält und dass wir Zähne auch zum Sprechen brauchen? Lesen Sie mehr.

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©fizkes – stock.adobe.com

Zahnschmelz ist härter als Eisen – und doch ganz schön empfindlich!

Der Zahnschmelz als äußere Schicht der natürlichen Zahnkrone ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers und schützt das Innere der Zahnkrone. Er besteht fast ausschließlich aus Kalziumphosphat und Spurenelementen wie Magnesium und Fluor. Da der Zahnschmelz nicht nachwächst, sollten Sie sich besonders intensiv darum kümmern, dass dieser Schutzpanzer möglichst lange intakt bleibt. Um den Zahnschmelz beim Reinigen zu remineralisieren, enthalten Zahnpasten Fluoride.

Die Spitze des Eisbergs: Nur ein Drittel Ihrer Zähne sind sichtbar.

Von Ihren Zähnen ist nur das obere Drittel sichtbar. Zwei Drittel Ihrer Zähne, nämlich Zahnhals und Zahnwurzel, liegen unter dem Zahnfleischrand verborgen. Entzündungen des Zahnfleisches (Parodontose) sowie ein zu kräftiges Bürsten beim Zähneputzen können dazu führen, dass sich das Zahnfleisch an einem oder mehreren Zähnen zurückzieht. Bei freiliegenden Zahnhälsen werden heiße oder kalte Reize als schmerzhaft empfunden. Der Schmerz entsteht dadurch, dass die Zahnhälse nicht mehr durch das Zahnfleisch geschützt ist. Freigelegte Zahnhälse können dazu führen, dass sich Zähne lockern und sogar ausfallen können.

Warum sind Milchzähne viel anfälliger für Karies als bleibende Zähne?

Karieserreger werden von Milchzähnen magnetisch angezogen. Diese sind deutlich anfälliger für Karies als bleibende Zähne. Bei den Milchzähnen ist der schützende Zahnschmelz maximal 1 mm dick, während die Dicke der Schicht bei den nachfolgenden Zähnen das Doppelte beträgt. Sie bedürfen daher besonderer Pflege. Eine zuckerarme Ernährung und das Verwenden von fluoridhaltiger Zahncreme können viel zu gesunden Milchzähnen beitragen.

Fest verwurzelt: Je weiter hinten desto mehr Wurzeln.

Mit der Zahnwurzel ist ein gesunder Zahn fest im Kieferknochen verankert. Während kleinere Zähne nur mit einer einzigen Wurzel ausgestattet sind, verfügen Backenzähne über mehrere Wurzeln. Die Backenzähne sind auch der stärksten Kaubelastung ausgesetzt. Die längste Zahnwurzel hat der Eckzahn. Je weiter hinten im Mundraum sich ein Zahn befindet, desto mehr Wurzeln hat er in der Regel.

Warum spüren wir kleine Löcher im Zahnschmelz nicht?

Der Zahnschmelz enthält keine Nerven, deshalb empfinden wir erst dann Schmerzen, wenn die Karieslöcher eine bestimmte Größe erreicht haben. Eine Zahnbehandlung, die auf den Zahnschmelz beschränkt ist, spüren wir nicht. Erst wenn die Karieserreger bis zum Zahnnerv gelangen, nehmen wir den Schmerz wahr.

Nicht alle Menschen haben Weisheitszähne!

Bei rund 20% der Menschen werden aus genetischen Gründen keine Weisheitszähne ausgebildet. Ihr Gebiss umfasst nur 28 Zähne. Die Weisheitszähne wurden so benannt, weil sie erst im Erwachsenenalter auftreten. Schon immer wurde in den meisten Kulturen das Alter mit Weisheit gleichgesetzt. Meist müssen Weisheitszähne gezogen werden, da sie weit hinten in der Mundhöhle liegen und es zu wenig Platz für zusätzliche Zähne gibt. Oft liegen sie schräg, sodass kein normaler Zahndurchbruch möglich ist.

Zähne helfen uns beim Sprechen!

Wir brauchen die Zähne nicht nur zum Kauen und Abbeißen, sondern auch für die Sprachbildung. Bei schief stehenden und fehlenden Zähnen kann die Aussprache erheblich gestört sein. Die meisten Konsonanten und Vokale können wir nur dann richtig bilden, wenn Zähne, Lippen, Zunge und Gaumen reibungslos zusammenspielen. Bereits das Milchgebiss muss daher regelmäßig zahnärztlich kontrolliert werden.

Ihre Zähne sind einzigartig

Alle Menschen haben nicht nur einen einzigartigen Fingerabdruck, sondern auch ein einzigartiges Gebiss. Zahnärztliche Aufzeichnungen machen daher die Identifikation von Menschen möglich.

Warum färben sich Zähne gelb?

Von Natur aus sind menschliche Zähne weiß bzw. fast weiß. Durch Rauchen und den Genuss von Kaffee und Tee können sich Zähne gelb färben. Viele Speisen begünstigen ebenfalls ein Verfärben der Zähne. Dazu zählen Essig, dunkle Beeren, Ketchup, Sauerkirschen, Zitrusfrüchte und Soja-Soße. Zahnstein kann ebenfalls zu einer Gelbfärbung beitragen. Daneben sind gelbliche Zähne eine natürliche Alterserscheinung.

Karies ist die am weitesten verbreitete Infektionskrankheit

Laut WHO sind rund 95 % aller Europäer von Karies betroffen. Zur Vermeidung von Karies sollte man sich die Zähne nicht direkt nach dem Essen putzen, sondern mindestens eine halbe Stunde warten.

Fazit

Die Funktionen unserer Zähne sind vielfältig. Daher sollten wir unser Möglichstes dafür tun, die Zahngesundheit lange zu erhalten. Gesunde Zähne sind entscheidend für die Lebensqualität. Nachhaltige Zahnpflege beginnt bereits bei den Milchzähnen.