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Die größten Zahnpflege-Mythen

Es gibt in nahezu jedem Lebensbereich vermeintliche Wahrheiten, die seit Generationen weitergegeben werden. Auch bei der Zahngesundheit kursieren viele Irrglauben, die zahnmedizinisch gesehen einfach nur Kopfschütteln verursachen. Um diese endlich aus dem Weg zu räumen, sind in der folgenden Liste die größten unwahren Mythen rund um das Thema Zahnpflege zu finden.

Das Zahnfleisch wird durch Zahnseide empfindlicher

Das Zahnfleisch fängt an zu bluten, nachdem Zahnseide verwendet wurde? Zahnseide hilft bei der Reinigung der Zahnzwischenräume und sollte daher häufig benutzt werden. Passiert dies jedoch nur selten, können in den bestimmten Bereichen Blutungen auftreten. Grundsätzlich hängt das aber nicht mit der Reinigung durch Zahnseide zusammen. Viel mehr weisen wiederkehrende Blutungen auf eine Zahnfleischentzündung hin, die sich ohne Behandlung im gesamten Mundbereich ausbreiten könnte. Wenn es zu durchgehenden Blutungen kommt, sollte sofort ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Die Zähne sollten direkt nach dem Essen geputzt werden

Zähneputzen ist natürlich das A und O der Mundhygiene. Einer der häufigsten Fehler ist jedoch das sofortige Zähneputzen nach dem Essen. Gerade bei säurehaltigen Lebensmitteln wie beispielsweise Obst sollte nach dem Verzehr mindestens 20 Minuten vor dem Zähneputzen gewartet werden. Denn die Fruchtsäure macht den Zahnschmelz weich, weshalb ihn das direkte Zähneputzen angreifen könnte.

Festeres Zähneputzen entfernt mehr Schmutz

Vorweg kann gleich gesagt werden: nein, das stimmt nicht. Trotzdem gehen viele Menschen davon aus, dass durch kräftiges Putzen mehr Schmutz entfernt werden kann. Allerdings beschädigt man dadurch nur den Zahnschmelz. Um alle Bakterien sanft zu entfernen, ist nicht der Druck, sondern die richtige Putztechnik entscheidend.

Äpfel ersetzen die Zahnpflege

Der Apfel ist ein gesundes Lebensmittel, das aus vielen Vitaminen und Mineralstoffen besteht. Deswegen ist er aber nicht gleich ein adäquater Zahnbürsten-Ersatz, denn Äpfel enthalten viel Fruchtsäure, die den Zahnschmelz angreifen können. Auch ist der Fruchtzucker sehr empfänglich für Kariesbakterien. Durch das gründliche Kauen während des Verzehrs von Äpfeln löst sich zwar der oberflächliche Belag von den Zähnen, jedoch werden die Speisereste an schwer erreichbaren Stellen nicht entfernt.

 

Bild: Fotolia ©Wayhome Studio